Ihr Domainname ist Ihre Adresse im Internet. Er steht auf Ihrer Website, in Ihrer E-Mail-Adresse, auf Ihrem Firmenwagen und auf jeder Rechnung. Einen guten Namen wählen Sie also für Jahre. Trotzdem wird er oft in fünf Minuten ausgedacht, und das bereut man später: ein Name, den niemand buchstabieren kann, ein Bindestrich, den alle vergessen, oder eine Domain, die auf Ihren früheren Webentwickler läuft. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie es gleich richtig machen.
1. Kurz, eindeutig und leicht zu schreiben
Der beste Test ist der Telefontest: Sagen Sie Ihren Domainnamen jemandem laut und lassen Sie ihn aufschreiben. Müssen Sie buchstabieren oder erklären („mit zwei l“, „ohne Bindestrich“), ist er zu kompliziert. Ein paar Faustregeln:
- Halten Sie ihn kurz: möglichst unter 15 Zeichen, ohne Endung.
- Vermeiden Sie Wörter, die man unterschiedlich schreibt, etwa ‚Foto‘ und ‚Photo‘. Umlaute schreiben Sie besser aus (ae, oe, ue).
- Vermeiden Sie Ziffern, außer sie stehen in Ihrem Firmennamen. Bei ‚4‘ weiß niemand, ob es ‚vier‘ oder ‚4‘ heißt.
- Prüfen Sie, wie die Wörter zusammengeschrieben wirken. Manche Kombinationen ergeben versehentlich ein ganz anderes Wort.
2. Firmenname oder das, was Sie tun?
Grob gesagt haben Sie zwei Möglichkeiten. Eine Domain mit Ihrem Firmennamen (baeckereimueller.de) baut Ihre Marke auf und ist einzigartig. Ein Name mit Leistung und Region (baeckerkleve.de) sagt sofort, was Sie tun, ist aber weniger unverwechselbar und oft schon vergeben. Für die Auffindbarkeit in Google macht das wenig aus: Google schaut viel mehr auf Ihre Inhalte, Ihr Unternehmensprofil und Ihre Bewertungen als auf Ihren Domainnamen. Wählen Sie deshalb in den meisten Fällen einfach Ihren Firmennamen. Wie Sie in Ihrer Region gefunden werden, lesen Sie in Lokale SEO: So finden Kunden aus Ihrer Region Sie bei Google.
3. Welche Endung wählen Sie?
Die Endung ist der Teil nach dem Punkt. Welche am besten passt, hängt davon ab, wo Ihre Kunden sind:
| Endung | Wann wählen? | Gut zu wissen |
|---|---|---|
| .de | Ihre Kunden sind vor allem in Deutschland. | Vertraut und gut erkennbar für deutsche Kunden. Sind Sie nicht in Deutschland ansässig, fragen Sie uns: Wir klären die Bedingungen der Registry für Sie. |
| .com | Sie arbeiten international oder möchten Ihren Namen weltweit schützen. | Weltweit bekannt, aber kurze Namen sind oft schon vergeben. |
| .eu | Sie arbeiten in mehreren europäischen Ländern. | Nur für Unternehmen und Einwohner in der EU oder im EWR sowie für EU-Bürger überall auf der Welt. |
| .at, .ch, .nl … | Sie haben viele Kunden in diesem Land. | Manche Länderendungen haben eigene Bedingungen. Wir prüfen das für Sie. |
Neue Endungen wie .shop, .online oder .berlin können reizvoll sein, aber aus Gewohnheit tippen Kunden oft trotzdem .de oder .com. Nutzen Sie sie daher lieber als Ergänzung statt als Hauptadresse.
4. Sichern Sie auch die Varianten
Registrieren Sie neben Ihrem Hauptnamen auch die wichtigsten Varianten und leiten Sie sie auf Ihre Website weiter. Denken Sie an die .com neben Ihrer .de, die Version mit und ohne Bindestrich und einen häufigen Tippfehler. Das kostet ein paar Dutzend Euro im Jahr und verhindert, dass sich ein Mitbewerber oder Betrüger die Namen später sichert. Betrüger nutzen ähnlich aussehende Domains gern für gefälschte E-Mails. Wie Sie diese erkennen, lesen Sie in Gefälschte E-Mail zu Domain oder Hosting erkennen.
5. Prüfen Sie Marken und Firmennamen
Dass ein Domainname frei ist, heißt nicht, dass Sie ihn einfach nutzen dürfen. Enthält er die Marke oder den Firmennamen eines anderen Unternehmens, kann dieses den Namen in einem Streitverfahren beanspruchen. Recherchieren Sie deshalb vor der Registrierung im Handelsregister und in den Markenregistern des DPMA, der EU (EUIPO) und der WIPO. Im Zweifel? Holen Sie den Rat eines Markenanwalts ein, bevor Logo und Firmenwagen bedruckt werden.
6. Registrieren Sie die Domain auf Ihren eigenen Namen
Das ist vielleicht der wichtigste Tipp. Der Inhaber einer Domain ist ihr Eigentümer. Läuft Ihre Domain auf Ihren Webentwickler, einen ehemaligen Mitarbeiter oder ein Familienmitglied, sind Sie von dieser Person abhängig, wenn Sie umziehen möchten oder etwas schiefgeht. Prüfen Sie daher, wer als Inhaber eingetragen ist:
- über eine Whois- oder RDAP-Abfrage oder bei der Registry Ihrer Endung (für .de ist das die DENIC);
- oder fragen Sie einfach Ihren Anbieter.
Sorgen Sie außerdem dafür, dass die E-Mail-Adresse bei Ihrer Domain stimmt und dass Sie sie lesen. Dort kommen Verlängerungen, Umzugscodes und Sicherheitshinweise an.
Bei uns sind Sie immer selbst als Inhaber eingetragen. Wir verwalten Ihre Domain und verlängern sie automatisch, aber der Name ist und bleibt Ihrer. Möchten Sie irgendwann wechseln, erhalten Sie Ihren Umzugscode ohne Umstände.
7. Lassen Sie Ihre Domain nie auslaufen
Eine abgelaufene Domain bedeutet: Ihre Website ist weg und Ihre E-Mail funktioniert nicht mehr. Nach kurzer Zeit wird der Name wieder frei und jeder kann ihn registrieren, auch Domainhändler, die ihn danach teuer zum Verkauf anbieten. Schalten Sie die automatische Verlängerung ein und achten Sie darauf, dass Ihre Zahlungsdaten stimmen. Erhalten Sie eine E-Mail, dass Ihre Domain bald abläuft? Prüfen Sie immer zuerst, ob sie wirklich von Ihrem eigenen Anbieter kommt.
8. Umziehen? So funktioniert es
Wenn Sie Ihre Domain zu einem anderen Anbieter umziehen möchten, brauchen Sie einen Umzugscode (auch AuthInfo, Auth-Code oder EPP-Code genannt). Diesen fordern Sie bei Ihrem aktuellen Anbieter an. Bei .com-Domains gilt nach einer Registrierung oder einem Umzug oft eine Sperre von 60 Tagen, in der Sie nicht erneut umziehen können. Die ICANN hat beschlossen, diese auf 30 Tage zu verkürzen, die neue Regel tritt aber erst später in Kraft. Ziehen Sie auch Website und E-Mail um? Dann lesen Sie zuerst Website ohne Ausfallzeit zu einem anderen Hoster umziehen.
9. Machen Sie gleich eine geschäftliche E-Mail-Adresse daraus
Mit eigener Domain können Sie auch von info@ihrefirma.de statt von einer Gmail- oder GMX-Adresse mailen. Das wirkt professioneller, und Sie behalten Ihre Adresse, wenn Sie einmal den Anbieter wechseln. Wie Sie das auf Ihrem Smartphone einrichten, lesen Sie in Geschäftliche E-Mail auf dem Smartphone einrichten. Sie arbeiten in mehreren Ländern? Dann lesen Sie auch Website in mehreren Sprachen: wann und wie.
Checkliste vor der Registrierung
- Kurz, leicht auszusprechen und zu schreiben.
- Keine Marken oder Firmennamen anderer darin.
- Die richtige Endung für Ihre Kunden, plus die wichtigsten Varianten.
- Auf Ihren eigenen Namen, mit einer E-Mail-Adresse, die Sie lesen.
- Automatische Verlängerung eingeschaltet.
Prüfen Sie, ob Ihr Domainname noch frei ist
In unserem Domain-Check sehen Sie sofort, ob Ihr Name verfügbar ist. Sie wählen, ob Sie nur die Domain registrieren oder gleich Hosting oder Wartung dazunehmen. Sie schwanken zwischen mehreren Namen oder möchten eine bestehende Domain zu uns umziehen? Schreiben Sie uns unten eine Nachricht, wir denken gern mit.
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