Eine langsame Website kostet Kunden: Wer auf dem Smartphone länger als ein paar Sekunden auf einen weißen Bildschirm starrt, klickt weg zur Konkurrenz. Zum Glück können Sie in fünf Minuten selbst messen, wie schnell Ihre Website ist. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie das geht, wie Sie die Werte lesen und wie Sie die drei größten Bremsen beseitigen.

Schritt 1: Testen Sie Ihre Website mit PageSpeed Insights

  1. Gehen Sie zu pagespeed.web.dev (das kostenlose Testtool von Google).
  2. Geben Sie die Adresse Ihrer Startseite ein und klicken Sie auf Analysieren.
  3. Schauen Sie zuerst auf den Reiter Mobil. Die meisten Besucher kommen über das Smartphone, und Google bewertet Ihre Website auch anhand der mobilen Version.
  4. Testen Sie danach auch Ihre anderen wichtigen Seiten, etwa eine Leistungsseite, die Kontaktseite oder eine Produktseite. Jede Seite kann andere Probleme haben.

Schritt 2: Lesen Sie das Ergebnis

Sie erhalten zwei Arten von Informationen. Oben stehen, sofern Ihre Website genug Besucher hat, die echten Nutzerdaten: wie schnell Ihre Website in den letzten 28 Tagen für Besucher mit Chrome war. Darunter steht ein Labortest mit einer Punktzahl von 0 bis 100. Die echten Daten sind am wichtigsten; die Laborpunktzahl hilft vor allem bei der Fehlersuche.

Achten Sie auf diese drei Werte, die sogenannten Core Web Vitals:

Wert Was er misst Gut
LCP (Largest Contentful Paint) Wie lange es dauert, bis das größte Element (oft das Hauptfoto oder die Überschrift) sichtbar ist 2,5 Sekunden oder weniger
INP (Interaction to Next Paint) Wie schnell die Seite reagiert, wenn Sie etwas anklicken oder antippen 200 Millisekunden oder weniger
CLS (Cumulative Layout Shift) Ob die Seite beim Laden springt, sodass Sie versehentlich etwas anderes anklicken 0,1 oder weniger

Alles grün? Prima. Sehen Sie Orange oder Rot, lesen Sie weiter. Keine Panik bei einer Laborpunktzahl von 60 oder 70: Viele gute, stark besuchte Websites liegen in diesem Bereich. Wichtiger ist, dass die drei Werte oben in Ordnung sind.

Bremse 1: zu große Bilder

Das ist bei den meisten Websites der größte Übeltäter. Ein Foto direkt vom Smartphone oder von der Kamera hat schnell 4 bis 8 MB, wird auf Ihrer Website aber nur ein paar hundert Pixel breit angezeigt. So lösen Sie das:

  • Verkleinern Sie Fotos vor dem Hochladen auf maximal 1920 Pixel Breite (für ein großes Foto über die volle Breite) und kleiner für Fotos im Text.
  • Nutzen Sie moderne Formate wie WebP oder AVIF; sie sind bei gleicher Qualität oft nur halb so groß wie JPG. Viele WordPress-Plugins wandeln Ihre Bilder automatisch um.
  • Laden Sie Fotos erst, wenn sie ins Bild kommen (Lazy Loading), außer dem großen Foto oben auf der Seite: Das soll sofort laden.

In PageSpeed erkennen Sie das an Hinweisen zur Auslieferung, zum Format oder zur Größe von Bildern, mit einer Liste der Fotos, bei denen Sie am meisten gewinnen.

Bremse 2: zu viele Plugins und Skripte

Jedes Plugin, jeder Chat-Button, Slider, Social-Media-Feed oder Tracking-Code lädt zusätzlichen Code. Ein paar davon sind kein Problem; zwanzig schon. So gehen Sie vor:

  1. Gehen Sie in WordPress Ihre Plugin-Liste durch und fragen Sie sich bei jedem Plugin: Nutze ich das wirklich noch?
  2. Deaktivieren und löschen Sie, was Sie nicht nutzen. Prüfen Sie danach, ob alles noch funktioniert.
  3. Ersetzen Sie schwere Elemente durch leichtere Alternativen, zum Beispiel einen großen Slider oben durch ein gutes Foto mit einer klaren Überschrift. Das ist oft schneller und überzeugender.

In PageSpeed erkennen Sie das an Hinweisen zu ungenutztem JavaScript und zu Dateien, die die Anzeige der Seite blockieren.

Bremse 3: kein Caching oder ein langsamer Server

Ohne Caching baut Ihr Server jede Seite bei jedem Besuch neu auf. Mit Caching wird eine fertige Version gespeichert und sofort ausgeliefert. Auch der Server selbst macht viel aus: Ein günstiges Paket, das sich Hunderte von Websites teilen, reagiert oft langsam.

  • Prüfen Sie, ob Sie ein Caching-Plugin haben oder ob Ihr Hoster das Caching auf dem Server übernimmt.
  • Schauen Sie in PageSpeed auf die Antwortzeit des Servers, auch TTFB (Time to First Byte) genannt. Liegt sie dauerhaft über 0,8 Sekunden, liegt das Problem oft beim Hosting.
  • Sorgen Sie für eine aktuelle PHP-Version: Neuere Versionen sind spürbar schneller.

Tipp: Messen Sie vor und nach jeder Änderung, und ändern Sie immer nur eine Sache. So wissen Sie genau, was sie bewirkt hat, und können etwas zurücknehmen, wenn es enttäuscht. Messen heißt wissen.

Wann holen Sie sich Hilfe?

Bilder verkleinern und Plugins aufräumen können Sie gut selbst. Wird es technischer, etwa bei einem langsamen Server, einem schweren Theme oder einem Onlineshop mit vielen Produkten, ist es sinnvoll, jemanden mitschauen zu lassen. Eine falsche Einstellung in einem Caching-Plugin kann Ihre Website nämlich auch lahmlegen. Bei uns gehört das zur Wartung: Wir testen jede Änderung zuerst auf einer Kopie Ihrer Website und prüfen danach, ob alles funktioniert.

Möchten Sie wissen, wie schnell Ihre Website wirklich ist?

Hinterlassen Sie unten die Adresse Ihrer Website. Wir testen sie auf Smartphone und Desktop, und Sie erhalten per E-Mail einen persönlichen Bericht: was Ihre Website bremst und welche drei Verbesserungen am meisten bringen. Kostenlos und unverbindlich.

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