Eine gehackte Website, ein Update, das alles lahmlegt, oder eine versehentlich gelöschte Seite: Mit einem guten Backup ist es nur eine Frage des Zurückspielens. Ohne Backup müssen Sie womöglich ganz von vorn anfangen. In diesem Artikel lesen Sie, wie Sie ein Backup Ihrer WordPress-Website erstellen, wo Sie es aufbewahren und, mindestens genauso wichtig, wie Sie es wiederherstellen.
Was gehört in ein WordPress-Backup?
Eine WordPress-Website besteht aus zwei Teilen, und ein gutes Backup enthält beide:
- Die Datenbank: Ihre Seiten, Beiträge, Einstellungen, Benutzer und bei einem Onlineshop auch Bestellungen und Kunden.
- Die Dateien: WordPress selbst, Ihr Theme, Ihre Plugins und alles, was Sie hochgeladen haben, etwa Fotos und PDFs.
Ein Backup nur der Datenbank oder nur der Dateien reicht nicht aus, um Ihre Website vollständig wiederherzustellen.
Die goldene Regel: 3-2-1
Bewahren Sie mindestens 3 Kopien Ihrer Website auf 2 verschiedenen Speicherarten auf, davon 1 außerhalb Ihres Servers. Der häufigste Fehler ist ein Backup, das nur auf demselben Server liegt wie die Website. Fällt dieser Server aus oder wird er gehackt, sind Website und Backup weg.
Option 1: die Backups Ihres Hosters
Viele Hoster erstellen automatisch Backups. Fragen Sie nach, wie oft das geschieht, wie lange sie aufbewahrt werden, ob sie außerhalb des Servers liegen und wie Sie eines zurückspielen. Praktisch als Grundlage, aber verlassen Sie sich nicht blind darauf: Manche Hoster bewahren Backups nur wenige Tage auf oder berechnen eine Wiederherstellung.
Option 2: selbst sichern mit einem Plugin
Mit einem kostenlosen Plugin wie UpdraftPlus erstellen Sie automatische Backups auf einem externen Speicher, etwa Google Drive oder Dropbox. So richten Sie es ein:
- Gehen Sie in WordPress zu Plugins → Neues Plugin hinzufügen, suchen Sie nach UpdraftPlus, installieren und aktivieren Sie das Plugin.
- Öffnen Sie die Einstellungen von UpdraftPlus (unter Einstellungen im linken Menü) und wechseln Sie zum Einstellungs-Tab.
- Stellen Sie den Zeitplan für Dateien auf wöchentlich und den Zeitplan für die Datenbank auf täglich. Ein Onlineshop mit vielen Bestellungen? Dann wählen Sie für die Datenbank ein kürzeres Intervall.
- Legen Sie fest, wie viele Backups Sie behalten möchten, zum Beispiel 14 der Datenbank und 4 der Dateien.
- Wählen Sie Ihren externen Speicher (zum Beispiel Google Drive), verbinden Sie Ihr Konto und speichern Sie die Einstellungen.
- Erstellen Sie sofort Ihr erstes Backup mit der Schaltfläche Jetzt sichern und prüfen Sie, ob es in Ihrem externen Speicher erscheint.
Ein Backup zurückspielen
Geht etwas schief, stellen Sie mit demselben Plugin eine frühere Version wieder her:
- Öffnen Sie UpdraftPlus und gehen Sie zur Übersicht Ihrer vorhandenen Backups.
- Wählen Sie das Backup von vor dem Problem und klicken Sie auf Wiederherstellen.
- Markieren Sie, was zurückgespielt werden soll: meist alles (Datenbank, Plugins, Themes, Uploads und sonstige Dateien).
- Starten Sie die Wiederherstellung und prüfen Sie danach Ihre wichtigsten Seiten: Startseite, Kontaktformular und bei einem Onlineshop den Bestellvorgang.
Ist Ihre Website so beschädigt, dass Sie sich nicht mehr bei WordPress anmelden können? Dann spielen Sie das Backup über das Kundenmenü Ihres Hosters zurück oder bitten Ihren Hoster darum. Auch deshalb sollte das Backup außerhalb Ihres Servers liegen.
Testen Sie Ihr Backup
Ein Backup, das Sie nie zurückgespielt haben, ist ein Versprechen, keine Gewissheit. Spielen Sie mindestens einmal im Jahr ein Backup in eine Testumgebung ein (eine Kopie Ihrer Website, auch Staging genannt). Dann wissen Sie sicher, dass es funktioniert, wenn es darauf ankommt.
Häufige Fehler
- Das Backup liegt nur auf demselben Server wie die Website.
- Das Zurückspielen wurde nie getestet.
- Es werden nur die Dateien oder nur die Datenbank gesichert.
- Backups werden nur wenige Tage aufbewahrt, obwohl ein Hack oft erst Wochen später auffällt.
- Vor einem größeren Update wird kein zusätzliches Backup erstellt.
So machen wir es: Bei unseren Wartungspaketen erstellen wir jeden Tag ein Backup und bewahren es 14 Tage auf. Mit Verploy, unserer eigenen Plattform, wird außerdem jedes Update zuerst an einer Kopie Ihrer Website getestet. Geht doch etwas schief, wird die vorherige Version automatisch wiederhergestellt. Sie müssen dafür nichts tun.
Sie sind nicht sicher, ob Ihre Backups in Ordnung sind?
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